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Anarchie in Berns Strassen

Wie einem Artikel der «Berner Zeitung» zu entnehmen ist, scheinen in den Berner Strassen anarchische Zustände zu herrschen. Eine kurze Zusammenfassung.

Bar an Bar reiht sich in der Berner Aarbergergasse. Doch nicht nur drinnen in den Lokalen wird zünftig gebechert, sondern auch draussen, zum Beispiel vor dem Ryfflibrunnen.

Zwischen Eingangstür und Theke des «El Presidente» liegt eine junge Frau am Boden. Sie macht keinen Wank mehr. Eine starke Alkoholfahne dringt auf die Gasse heraus. Weige Minuten später ist die Ambulanz vor Ort.
Gleichzeitig schlägt ein junger Mann vor der «Mixed-Lounge» das Fenster eines Schaukastens ein. Vor dem Hintereingang des Ryfflihofs fliegen Gläser und Flaschen durch die Luft und zerschmettern auf dem Asphaltpflaster. Im Viertelstundentakt fahren jetzt Polizeiautos im Schritttempo durch die Ausgehmeile.

Ein grosser Mann reisst sein Hemd vom Oberkörper und fuchtelt mit den Händen vor den schwarz gekleideten Türstehern herum. Der halb nackte Mann schreit herum und will wieder in den Club hinein, doch die Türsteher blockieren den Weg. Als ein anderer Mann aus dem Club tritt, kommt es zwischen den beiden zur Schlägerei. Die Leute, welche unmittelbar nebenan in der Schlange warten, sehen nur zu und belustigen sich an den Schlägen, bis die Sicherheitskräfte eingreifen.

Zoff herrscht auch vor dem Samurai-Club, wo die Polizei eine Personenkontrolle bei offensichtlich Links-Autonomen durchführt. Ein Punkgirl kreischt: «Lasst meinen Kumpel in Ruhe.» Die Frau mit vielen Ringen in der Nase schwankt, torkelt und muss sich an der Passagewand mit den Händen abstützen. Ruhig nehmen die Polizisten die Personalien des jungen Mannes in Kampfstiefeln auf und ziehen ab.

Einige Zeit später, wieder vor dem «El Presidente»,  geraten sich gut ein halbes Dutzend Männer in die Haare. Der grosse Mann im weissen Hemd will flüchten, doch ein anderer setzt ihm nach. Vor dem «Kitchener» kann er ihn einholen und schlägt ihm die Faust ins Gesicht und stosst ihm ein Messer in den Bauch. Sicherheitskräfte können den Täter schliesslich festhalten und drücken ihn zu Boden. Das weisse Hemd des Opfers verfärbt sich mit Blut. Zwei Dutzend Polizisten sind am Tatort.

Kaum ist die Spurensicherung und Festnahme des Messerstechers abgeschlossen, schlagen sich erneut Männer vor dem «El Presidente». Die Polizisten stellen sich dazwischen. Doch die Gesetzeshüter werden mit Flaschen angegriffen. Botschaftsschützer kommen zu Hilfe. Ein Prügler liegt am Boden, ein anderer versetzt ihm einen Fusstritt ins Gesicht. Jetzt haben die Polizisten die wüste Keilerei unter Kontrolle. Sie führen zwei Männer ab.

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